Der passende Westernsattel für Pferde mit geradem Rücken

Lieber weniger Sattelschwung – für mehr Elan in der Bewegung

Der Sattelschwung gehört beim Westernsattel zu den herausforderndsten Aspekten der Sattelanpassung – denn die Wölbung des Pferderückens ist im Stand oft wesentlich anders als in der Bewegung unter dem Reiter.

Pferde mit geradem Rücken sind gerade in diesem Punkt die Stiefkinder der Sattelkonfektion: Einen vernünftig passenden Konfektions-Westernsattel für einen ausgesprochen geraden Pferderücken zu finden, ist oft fast ein Ding der Unmöglichkeit. JvG kennt diese und viele andere Passformprobleme – und deshalb passen wir unsere Westernsättel grundsätzlich individuell an.

Westernsattel für Pferde mit geradem Rücken

Sattelpassform und Rückenschwung – ein gerader Rücken ist mit Sattelkonfektion nicht gut bedient

Um gut zu passen, muss der Baum eines Westernsattels der Kontur des Pferderückens möglichst gut folgen. Neben Schulterweite, Widerristhöhe, Länge und Breite der Sattellage spielt auch die Wölbung des Rückens in Längsrichtung eine wichtige Rolle für die Sattelpassform. Die meisten Pferde haben eine konkave Sattellage, das heißt, ihr Rücken ist anatomisch deutlich geschwungen. Entsprechend verleihen die Hersteller von Konfektions-Westernsätteln in aller Regel auch ihren Sattelbäumen einen gewissen Schwung.

Liegt ein solcher Konfektions-Westernsattel auf einem Pferd mit geradem Rücken, ergeben sich typische Passformmängel:

Ist der Sattel stärker geschwungen als der Rücken, liegt er nur in der Mitte auf bzw. kippt von dieser instabilen Lage aus nach vorn oder hinten. Dadurch wird die in der Sattellage eigentlich vorhandene Auflagefläche nicht vollständig genutzt. An den Punkten, wo der Sattel aufliegt, entstehen durch den erhöhten Satteldruck leicht Druckstellen.

Außerdem führt das Kippen eines zu stark geschwungenen Sattels zu einer Verschiebung des Sattelschwerpunkts: Der Reiter sitzt mit dem gekippten Sattel weiter vorn oder hinten als eigentlich gewollt – ebenfalls ein recht gravierendes Passformproblem.

Damit die Bewegung in Schwung kommt, muss der Sattelschwung stimmen!

Nun ist die Wölbung des Rückens in gewisser Weise ein Spezialfall: Anders als andere Passformaspekte kann und wird sie in der Bewegung unter dem Sattel anders sein als im Stand. Warum und inwiefern? Um seinen Reiter stabil und gesund tragen zu können, muss das Pferd unter dem Reitergewicht die Bauchmuskulatur anspannen und den Rücken aufwölben – ein im Zuge der Reitausbildung erlerntes Bewegungsverhalten, das zusammen mit weiteren damit verbundenen Bewegungsmustern wie dem Untertreten der Hinterbeine unter dem Begriff Gymnastizierung zusammengefasst wird.

Sattelpassform ist, was den Schwung angeht, also immer ein Stück weit ein Kompromiss zwischen der Passform im Stand – mit entspannter Bauchmuskulatur – und der Passform in der Bewegung – mit angespannter Bauchmuskulatur und aufgewölbtem bzw. schwingendem Rücken. Der Zustand in der Bewegung spielt dabei eindeutig die wichtigere Rolle – denn passen muss der Sattel ja vor allem, wenn der Reiter darauf sitzt und das Pferd sich bewegt. Dagegen findet die Sattelanprobe überwiegend im Stand statt: Eine ganz besondere Herausforderung, bei der Erfahrung und Augenmaß wohl mehr gefragt sind als bei jedem anderen Aspekt der Sattelanpassung

Ein Sattel mit zu viel Schwung wird insbesondere bei Pferden mit geradem Rücken einer geglückten Gymnastizierung in verschiedenen Aspekten geradezu aktiv entgegenarbeiten – ein sehr unerwünschter Effekt.

Die Verschiebung des Schwerpunkts durch den eventuell kippenden Sattel bringt das Pferd aus der Balance.

Der falsche Sattelschwung verhindert das erwünschte Aufwölben des Rückens, da der Rücken dabei gegen den Satteldruck ankämpfen muss – ein unangenehmer Reiz, dem das Pferd ausweichen möchte.

Bei Pferden mit geradem Rücken können Sie eigentlich grundsätzlich davon ausgehen, dass ein Konfektions-Westernsattel zu viel Schwung hat. Bei englischen Sätteln lassen sich Passformmängel bis zu einem gewissen Grade durch Nach- oder Umpolstern der Sattelkissen ausgleichen – bei Westernsätteln ist das nicht möglich. Das Sattelpad hat hier nur eine Stoßdämpferfunktion: Auch das beste Pad kann aus einem Westernsattel mit zu viel Schwung keinen passenden Westernsattel machen.

Mit einem individuell angepassten, idealerweise auch verstellbaren Sattel ersparen Sie Ihrem Pferd Schmerzen und Gesundheitsprobleme – und sich selbst den Stress und die Kosten einer langen „Sattel-Odyssee“ mit ungewissem Ausgang.

JvG Saddle Innovations fertigt auf Maß – auch für Pferde mit geradem Rücken

Für Pferde jenseits der Western-Standardmaße – zum Beispiel für Ponys, Großpferde, besonders kurze Pferde oder eben Pferde mit geradem Rücken – ist ein maßgefertigter Westernsattel eine Alternative zur Sattelkonfektion, die Sie unbedingt erwägen sollten.

JvG fertigt individuell angepasste Westernsättel für Western-Enthusiasten, aber auch für Wander- und Freizeitreiter. Im Gegensatz zum klassischen Westernbaum aus Holz steckt in unseren Sätteln ein modular aufgebauter Kunststoffsattelbaum mit flexiblen Auflagepaneelen und Titanstahl-Kopfeisen, den wir sehr genau an den Rückenschwung, aber natürlich auch an Schulterweite und -winkelung, Rückenlänge und andere relevante Maße Ihres Pferdes anformen können. Dafür vermessen wir den Pferderücken bei einem persönlichen Satteltermin bei Ihnen vor Ort – auf Wunsch auch mit Reiter-Pferd-Analyse im Stand und in der Bewegung.

Nicht ganz unwichtig ist natürlich auch, dass der Sattel für den Reiter bequem ist: Unsere Westernsättel sind etwas schmaler tailliert als viele herkömmliche Modelle – eine Anpassung, die besonders unsere Kundinnen sehr begrüßen. Sitzgröße, Sitztiefe, Cantle-Neigung und andere Sitzeigenschaften können wir weitgehend nach Ihren Vorgaben gestalten. Unsere Sättel bringen zudem einige Kilo weniger auf die Waage als klassische Westernsättel mit Holzbaum. Das ist angenehm für das Pferd – und auch Sie erleichtern sich so den Umgang mit dem Sattel.

JvG Westernsättel sind verstellbar

Unter anderem durch Austausch des Kopfeisens können wir unsere Westernbäume bei Bedarf ohne Materialermüdung in allen Passformaspekten mehrfach erneut anpassen. Auch Nachjustierungen beim Sattelschwung sind so möglich!

Wenn Ihr Pferd noch wächst oder wenn es trainingsbedingt Muskulatur aufbaut und infolgedessen vielleicht auch den Rücken in der Bewegung stärker aufwölbt, kann ein zunächst gut passender Sattel nach einiger Zeit zu eng werden und die Bewegung behindern. Wir machen Ihnen jeden JvG Sattel ohne Probleme wieder passend! Auch die Anpassung auf ein anderes Pferd ist in der Regel möglich.

Sie wünschen sich einen JvG Sattel für Ihr Pferd?

Ob American Quarter Horse, Araber oder Friese, ob typischer Westernsattel oder schlichter, praktischer Wanderreitsattel – unsere Sattelmodelle lassen sich in Funktionalität und Optik an ganz unterschiedliche Pferdeanatomien und Reiterbedürfnisse anpassen. Unsere Preisliste mit den Anpassungsoptionen finden Sie hier zum Download.

Können Sie sich einen JvG Westernsattel als Ihren Wunschsattel vorstellen? Dann freuen wir uns darauf, Ihnen beim Satteltermin unsere Sattelmodelle und die verschiedenen Gestaltungsoptionen zu zeigen. Natürlich dürfen Sie auch nach Herzenslust probereiten – und alle Ihre Fragen zum Thema Westernsattel und Pferd mit geradem Rücken loswerden.

Die Entscheidung für einen JvG Sattel ist gefallen? Dann vermessen wir Ihr Pferd – dafür nutzen wir das bewährte EQUIScan-Messsystem – und notieren uns Ihre Gestaltungswünsche. Ihr Wunschsattel wird dann in unseren Werkstätten für Sie angefertigt – seien Sie gespannt auf Ihr maßgefertigtes Sattel-Unikat!

Hier geht’s zum Kontaktformular für die Terminvereinbarung:

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