Der richtige Westernsattel für ein Warmblut

Typische Passformprobleme – und eine Lösung, die wirklich von Dauer ist

Konfektions-Westernsättel sind in ihren Abmessungen auf die klassischen Westernrassen abgestimmt. Viele andere Warmblutrassen haben mit diesen Sätteln ein Passformproblem.

So bietet für viele Warmblutpferde letztlich nur ein maßgefertigter Westernsattel die benötigte Schulterweite und Widerristfreiheit. Die individuell angepassten Westernsättel von JvG haben einen zusätzlichen Passform-Vorteil: Sie sind auch im Nachhinein immer wieder neu stellbar.

Westernsattel für Warmblut

Warmblutpferde – ein weites Feld

Klar – auch das American Quarter Horse ist ein Warmblut. Im Vergleich mit anderen Warmblut-Rassen ist das klassische Westernpferd mit seinem typischen Stockmaß zwischen 1,45 und 1,65 Meter allerdings eher klein. Zum unverkennbaren Exterieur der wendigen Muskelpakete gehören weiterhin die sehr kräftige Hinterhandmuskulatur (kombiniert mit einem entsprechend sehenswerten Hintern...) sowie die relativ dazu weniger ausgeprägte Schulterpartie.

Quarter Horses und ihre Besitzer machen einen Großteil der traditionellen Kundschaft für Westernsättel aus – auf den charakteristischen Körperbau dieser Rasse haben die Hersteller von Westernsattel-Konfektion ihre Standard-Westernbäume abgestimmt. Andere Warmblutrassen unterscheiden sich nicht unerheblich vom Quarter Horse – und natürlich auch voneinander: Unter dem Begriff Warmblut werden um die hundert ganz unterschiedliche Rassen gruppiert: Andalusier und Friesen, Trakehner und Knabstrupper; vom edlen Lusitano bis zum deftigen Tinker ist ein breites Spektrum von Pferdetypen vertreten.

Typische Westernsattel-Passformprobleme bei Warmblütern

Wer für sein Warmblut einen Westernsattel von der Stange sucht, macht in der Regel eher schlechte Erfahrungen – wenige Sattelhändler können da weiterhelfen.

  • Die meisten Warmblüter haben deutlich breitere Schultern als das Quarter Horse. Konfektions-Westernsättel der passenden Länge sind dann in der Schulter zu schmal – und stimmt die Schulter einigermaßen, ist der Sattel zu lang und im hinteren Bereich zu weit.
  • Besondere Probleme macht oft auch ein hoher Widerrist, für den der Konfektionssattel nicht ausreichend Raum bietet.

In Online-Foren wird angesichts dieser Probleme immer wieder nach Empfehlungen zum geeigneten Westernsattel für Warmblüter gefragt. Da lässt sich leider kaum pauschal raten – zu unterschiedlich ist der Körperbau der verschiedenen Rassen. Sicher ist nur: Sattelkonfektion wird in sehr vielen Fällen keine wirklich gute Lösung sein.

Warum Sie einen auf Maß gefertigten Westernsattel für Ihr Warmblut in Betracht ziehen sollten

Einen Ratschlag können wir Ihnen auf jeden Fall geben: Denken Sie über einen maßgefertigten Westernsattel nach!

Ein Westernsattel hat keine Sattelkissen. Anders als die Kissen eines englischen Sattels, die sich zwecks Passformkorrektur umpolstern, oft auch abnähen oder versetzen lassen, bietet das Sattelpad, das zur Polsterung unter einen Westernsattel gelegt wird, keine Möglichkeit der Passformkorrektur. Das heißt: Ein von der Stange gekaufter Westernsattel passt – oder er passt nicht. Korrekturmöglichkeiten gibt es schlichtweg nicht.

Zudem liegt ein Westernsattel auf einer im Schnitt etwa doppelt so großen Fläche des Pferderückens auf – die Anforderungen an die Passform sind also noch höher: Es gibt, salopp gesagt, einfach mehr Stellen, an denen der Sattel nicht passen kann.

Entscheidend für die Passform eines Westernsattels ist die Kombination der Satteleigenschaften

  • Länge
  • Wirbelsäulenfreiheit
  • Breite der Auflagepaneele
  • Winkelung der Auflagepaneele
  • Twist (die Änderung der Winkelung längs des Sattels)
  • Schwung
  • Schulterweite
  • Schulterhöhe aka Widerristfreiheit

Eine ganze Menge, oder? Ganz ehrlich: Dass alle diese Maße bei einem vorgefertigten Konfektionssattel exakt auf die Rückenkontur eines individuellen Pferdes passen, ist unwahrscheinlich. Schon für ein Quarter Horse bedeutet der Westernsattel von der Stange in aller Regel einen kleineren oder auch größeren Passformkompromiss. Für ein Warmblut einer anderen Rasse wird dieser Kompromiss noch größer sein – und sollte in vielen Fällen nicht mehr toleriert werden.

Passformmängel bei Westernsätteln

Passformmängel bei Westernsätteln bleiben oft unentdeckt – aufgrund der ausladenden Skirts haben selbst Experten keine Chance, den Sattelsitz ohne Hilfsmittel wie ein Druckmessungs-Pad wirklich umfassend zu beurteilen.

Mögliche Mängel sind:

  • zu langer Sattel
  • zu wenig Wirbelsäulenfreiheit
  • zu breite oder zu schmale Auflagepaneele
  • zu flach oder zu steil gewinkelte Auflagepaneele – Sattel keilt sich in den Rückenmuskel
  • zu viel oder zu wenig Schwung – Kippeln oder Brückenbildung
  • zu schmale Schulter
  • zu wenig Widerristfreiheit

Solche Passformmängel haben potenziell schlimme Folgen für das Pferd: Aus chronischen Druckstellen werden Muskelatrophien oder Entzündungen von Gewebe und Gelenken, aus schmerzbedingten Fehl- und Schonhaltungen Verformungen des Skeletts (Kissing Spines!) oder Blockaden, die letztlich auch ganz andere Körperteile betreffen können. In ihrer Gesamtheit können diese Symptome Skelett und Bewegungsmuskulatur so aus dem Gleichgewicht bringen, dass gesundes, schmerzfreies Reiten ohne aufwändige Therapien überhaupt nicht mehr möglich ist.

Verstehen Sie uns nicht falsch: Ein Westernsattel ist ein fantastischer Reitsattel – aufgrund seiner großen Auflagefläche ist er für das Pferd insbesondere bei längeren Ausritten wesentlich gesünder als ein englischer Sattel/Dressursattel, der bei gleichem Reitergewicht etwa den doppelten Druck auf den Pferderücken überträgt. Aber er muss passen – sonst wird aus dem idealen Gelände- und Distanzreitsattel ein krankmachendes Problem.

Vor- und Nachteile eines maßgefertigten Westernsattels

Der offensichtliche Nachteil eines Maßsattels ist sein vergleichsweise hoher Preis. Der sich natürlich relativiert, wenn Sie an die Kosten für Diagnose und Behandlung von Rückenproblemen denken, die Sie potenziell sparen. Trotzdem ist für viele Freizeitreiter ein handfest günstiger Preis immer noch überzeugender als eine potenzielle Ersparnis...

Die Vorteile einer Maßanfertigung liegen ebenso auf der Hand: Sie bekommen einen Sattel, dessen Baum exakt an die individuelle Rückenkontur Ihres Warmbluts angepasst ist. Sie reiten ohne Passformkompromisse und in der Gewissheit, dass es Ihrem Pferd unter dem Sattel gut geht.

Das Problem ist nur: Dieses Versprechen können die meisten Maßsättel auf Dauer nicht einlösen. Ein maßgefertigter Westernsattel, der keine Möglichkeit einer nachträglichen Neuanpassung bietet, mag direkt nach der Anfertigung hervorragend passen, kann spätere Veränderungen in der Rücken- und Schulterkontur des Pferdes aber nicht adressieren.

Solche Veränderungen wird es in den Jahren nach dem Sattelkauf vermutlich geben: Selbst jenseits der Wachstumsjahre bauen Pferde noch trainings- oder gesundheitsbedingt Muskulatur auf und ab. Mit etwas Pech passt der teuer erworbene Maßsattel über kurz oder lang kaum mehr besser als ein Sattel von der Stange. Nach ein paar Jahren ist es deshalb mit der Gewissheit, ohne Passformkompromisse unterwegs zu sein, nicht mehr so weit her. Einen englischen Sattel können Sie dann immerhin nachpolstern lassen – bei einem Westernsattel gibt es diese Möglichkeit nicht.

JvG: Der verstellbare maßgefertigte Westernsattel – ideale Passform für ein ganzes Pferdeleben

Der Sattelbaum eines JvG Westernsattels wird nicht nur individuell für Sie und Ihr Pferd gefertigt – wir können ihn auch an alle wachstums-, trainings- und gesundheitsbedingten Veränderungen Ihres Pferdes anpassen. Immer wieder.

So löst JvG das Versprechen eines Maßsattels wirklich ein: Sie reiten ohne Passformkompromisse – egal, was passiert. Ein JvG Westernsattel begleitet Sie und Ihr Warmblut ein Pferdeleben lang – und lässt sich auch auf ein anderes Pferd ähnlicher Statur erneut anpassen. Ganz nebenbei gewinnen Sie in uns einen verlässlichen, erfahrenen Ansprechpartner für alle Fragen und Probleme rund um dem Sattel.

So funktioniert die Sattelanpassung bei JvG

Unsere besonders leichten Westernbäume bestehen aus einem speziellen Kunststoff, der sich unter Erwärmung verformen lässt (der Fachbegriff dafür ist thermoelastisch).

Den Sattelbaum-Rohling der passenden Länge formen wir in Schulterweite und Widerristfreiheit sowie in Winkelung, Twist und Schwung der Auflagepaneele individuell an Ihr Pferd an. Dafür benötigen wir ein Modell des Pferderückens, das wir mit Hilfe des EQUIScan-Messsystems beim Satteltermin bei Ihnen vor Ort erstellen. An dieses Modell wird der Baum perfekt angeglichen. In gleicher Weise können wir auch Ihre Sitzposition – also den tiefsten Punkt der Sitzfläche – exakt nach Ihren Wünschen festlegen.

So sitzt der Sattel später kompromisslos perfekt – und Sie am richtigen Punkt.

Rund um den individuell angepassten Westernbaum bauen wir Ihnen aus hochwertigem, pflanzlich gegerbten Leder den Westernsattel, den Sie sich wünschen. In klassischer Westernoptik mit Horn, Punzierungen, Conchas und Skirtform nach Ihren Vorgaben – oder lieber minimalistisch, zum Beispiel als Wanderreitsattel. Weitere Satteleigenschaften, etwa die Länge der Fender oder die Details der Gurtung, stimmen wir ebenfalls auf Ihre Anforderungen ab.

Sie interessieren sich für unsere Sättel?

Unsere Sattelmodelle können Sie sich <hier> anschauen. <Hier> finden Sie unsere Preisliste zum Download. Sind noch Fragen offen? Nutzen Sie gern das Kontaktformular!

So kommen Sie zu einem maßgefertigten JvG Westernsattel für Ihr Warmblut

Der erste Schritt ist der Satteltermin, bei dem Sie unsere Modelle unverbindlich begutachten und probereiten können. Wenn Sie sich sicher sind, dass Sie einen JvG Sattel möchten, nehmen wir die Vermessung Ihres Pferdes mit dem EQUIScan-Topographen vor und notieren Ihre Anpassungs- und Individualisierungswünsche. Im Anschluss wird das gute Stück in unseren Werkstätten für Sie angefertigt – freuen Sie sich auf Ihren Wunsch-Westernsattel!

Vereinbaren Sie hier jetzt Ihren Satteltermin!

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