Westernsattel für Fellpony

Perfekt für das vielseitige Freizeitpferd!

Trekking und Distanzreiten, Dressur, Springen, Wagenfahrten, Kinderreiten und einfach nur nett durchs Gelände zuckeln: Ein Fell-Pony ist für alles zu haben – und macht bei allem eine gute Figur.

Welcher Sattel eignet sich für ein so vielseitiges Freizeitpferd? Vor allem, wenn Sie gern lang ausreiten, sind Sie und die Hobbitland-Fellnase mit einem Westernsattel gut unterwegs. Hier lesen Sie, warum das so ist – und was JvG für Sie tun kann.

Westernsattel für Fellpony

There is no wrong job for a Fell pony!

Das Fell-Pony ist nicht nach seiner Haarpracht, sondern nach seiner ursprünglichen Heimat, einer nordenglischen Gebirgslandschaft, benannt. Im übrigen macht es durch den üppigen Behang aber tatsächlich einen ziemlich felligen Eindruck... Dieses clevere, robuste Pony ist ein idealer Freizeitpartner – und wer sich einen der ausgeglichenen kleinen Gesellen zulegt, tut auch noch etwas für eine seltene, bedrohte alte Haustierrasse.

Fell-Ponys wurden jahrhundertelang als flotte, trittsichere Reitpferde, kräftige Trag- und Zugtiere genutzt – rund um Haus, Hof, Weide, Acker, Wald, Bergwerk und Straße gab es einfach keinen Job, dem sie nicht gewachsen waren. Auch heute noch ist es diese Vielseitigkeit – einmal abgesehen von ihrem unbestreitbaren Charme – die ihren Reiz als Familienpferde ausmacht. Die hübschen Pferdchen können Kinder und Erwachsene tragen, sind prima Distanz- und Trekking-Pferde, da ausgesprochen „geländegängig“ und ausdauernd, springen wie die Grashüpfer (naja, fast...), ziehen Wagen oder Schlitten – und sind einfach rundherum richtig gute Freunde.

Und welches ist der richtige Sattel für ein Fell-Pony?

Beim Nachdenken über den besten Sattel für ein Fell-Pony sollte diese Vielseitigkeit natürlich eine Rolle spielen. Mit einem reinen Dressursattel sind die Fellnasen auf längeren Ausritten nicht wirklich gut unterwegs – Dressursättel haben nur sehr kleine Auflageflächen, und das bedeutet ein erhebliches Risiko für Druckstellen bei allen Aktivitäten, die über eine kurze Dressur-Trainingseinheit hinausgehen.

Ist ein Vielseitigkeitssattel dann die Sattellösung für die vielseitigen Ponys? Mit solchen Kreuzungen aus Dressur- und Springsattel sind viele Freizeitreiter unterwegs. Vielseitigkeitssättel haben einen mitteltiefen Sitz, leicht nach vorn geschnittene, etwas kürzere Sattelblätter und speziell angesetzte Pauschen, die das Reiten mit leicht angewinkeltem Bein ermöglichen – so vereinfachen sie Entlastungssitz und leichten Sitz und damit das Springen und Galoppieren im Gelände wie im Parcours. In einem aber unterscheiden sich Vielseitigkeitssättel nicht oder kaum von Dressursätteln: Beides sind englische Sättel mit relativ kleiner Auflagefläche – die Druckstellengefahr ist also nicht gebannt!

Traditionelle Arbeitssättel sind für Freizeitreiter oft besser geeignet als englische Sättel

Dabei gibt es fantastische Alternativen zum englischen Sattel! Früher waren für jenseits kurzfristiger sportlicher Aktivitäten gerittene Pferde breit aufliegende Arbeits- oder auch Militärsättel gang und gäbe. Und solche Sättel gibt es auch heute noch – zum Beispiel in Form des Westernsattels. Der Westernsattel steht in einer langen Tradition des Arbeitsreitens, und er bietet Pferd wie Reiter maximalen Komfort auf ausgedehnten Ritten im Gelände. Ob Sie und Ihr Pferd nun Rinderherden zusammentreiben oder einfach nur ins Blaue reiten, ist dabei vollkommen zweitrangig.

Anders als bei den alten Militärsätteln, die Sie heute nur noch gebraucht oder als Nachbauten für ausgesprochene Liebhaber bekommen, ist die Westernsattelkultur weiterhin sehr lebendig. Es gibt eine Reihe von Weiterentwicklungen (wie zum Beispiel den leichten Kunststoff-Westernbaum) – und Sie haben eine große Auswahl an Herstellern, mit durchaus unterschiedlichen Konzepten und Schwerpunkten.

Viele Reiter meinen, ein Westernsattel wäre nur etwas für Leute, die so etwas wie Cowboyblut in sich fühlen. Das stimmt so nicht: Der Satteltyp passt ganz hervorragend in den normalen Reitalltag mitteleuropäischer Freizeitreiter, die es viel ins Gelände zieht. Fransenhose und Stetson sind dabei alles andere als Pflicht; und sogar das Sattelhorn ist heute optional. Auch wenn Sie kein Cowboy sind, kann für Sie und Ihr Fell-Pony ein Westernsattel ideal sein.

Was den Westernsattel so besonders macht

Keine Frage – ein Westernsattel sieht richtig gut aus. Ganz egal, ob in der Ausführung mit Conchas, Punzierungen und allen Schikanen – oder in ganz schlichter Optik. Wirklich besonders macht den Westernsattel aber das, was in ihm steckt: der Westernbaum. Mit seinen großen, breiten Auflagepaneelen erreicht der Westernbaum gut und gerne das Doppelte der Auflagefläche eines englischen Sattels.

Durch diese große Auflagefläche verteilen Westernsättel das kombinierte Gewicht von Reiter und Sattel viel besser auf den Pferderücken. Der punktuell wirkende Satteldruck verringert sich in genau dem gleichen Maße, in dem die Auflagefläche wächst: Einer verdoppelten Auflagefläche entspricht also ein halbierter Satteldruck. Auch wenn der Westernsattel etwas schwerer ist als sein englisches Gegenstück, ergibt sich so immer noch eine erhebliche Entlastung für das Pferd.

Damit ist ein Westernsattel genau das Richtige für entspannte, ausgedehnte Ausritte im Gelände. Der reduzierte Satteldruck schont den Pferderücken – und im übrigen ist auch die dem Reiter zugewandte Seite eines Westernsattels in der Regel mehr auf langfristigen Sitzkomfort ausgelegt als der Sitz eines englischen Sattels.

Was sind die Nachteile von Westernsätteln?

  • Kein Nachteil, aber eine Herausforderung: Gute Passform ist ein Muss!

Genau wegen ihrer großen Auflagefläche müssen Westernsättel besonders aufmerksam anprobiert bzw. angepasst werden: Es gibt einfach viel mehr mögliche Passformmängel als bei einem englischen Sattel. Passformmängel können die Vorteile dieses Satteltyps teilweise oder ganz zunichte machen – zum Beispiel, wenn der Sattel über großen Teilen des Rückens eine Brücke bildet, oder der Rundung des Rückens nicht folgt und sich seitlich in den Rückenmuskel keilt.

  • Anpassung nach Augenmaß funktioniert beim Westernsattel (erst recht) nicht.

Schon die Frage, ob sich ein englischer Sattel nach Augenmaß anpassen lässt, wird von vielen Fachleuten verneint – die Passform an den Stellen, die unter dem Sattel verschwinden, ist von außen einfach nicht einzuschätzen. Beim Westernsattel ist das noch etwas schwerwiegender – der Sattel ist nicht nur selbst größer, sondern auch noch von den mehr oder weniger großflächigen Skirts umgeben.

  • Klassische Westernsättel lassen sich nicht verändern.

Bei englischen Sätteln können Veränderungen des Pferderückens in gewissen Grenzen durch Nachpolstern des Sattels adressiert werden, viele englische Sättel haben darüber hinaus eine über das Kopfeisen verstellbare Kammerweite. Westernsättel haben keine Polsterung (stattdessen werden sie mit einem Sattelpad oder ähnlichem geritten, das aber nur der Stoßdämpfung dient), damit entfällt diese nachträgliche Anpassungsmöglichkeit. Klassische Westernsättel haben auch kein Kopfeisen und sind damit nicht verstellbar.

  • Englischreiter finden den breitbeinigen Sitz im klassischen Westernsattel manchmal gewöhnungsbedürftig („wie auf einer Tonne...“); viele haben überdies das Gefühl, im Westernsattel zu weit hinten zu sitzen.

Ansonsten gibt es eine Reihe von Vorurteilen: So die Idee, dass man mit einem Westernsattel nicht springen könne. Tatsächlich funktioniert das tadellos – fragen Sie mal die Cowboys!

Und was ist bei JvG Westernsätteln anders?

JvG Saddle Innovations macht bei seinen Westernsätteln einiges ein bisschen anders. Als Sattelmanufaktur unterscheiden wir uns natürlich erheblich von den Herstellern von Sattelkonfektion.

  • Wie jeder maßgefertigte Westernsattel werden unsere Sättel über den Baum an das Pferd angepasst.
  • Bei der Anpassung verlassen wir uns nicht auf unser Augenmaß, sondern auf eine präzise Abformung des Pferderückens mit dem EQUIScan-Messgitter.

Ob Fell-Pony, Warmblut, Großpferd oder Gangpferd, ob hoher Widerrist, extrem kurzer Rücken, überbaut, asymmetrisch oder sonst wie kompliziert zu besatteln – bei uns kommt jedes Pferd zu seinem kompromisslos passenden Westernsattel.

Aber es gibt auch Unterschiede zu klassischen maßgefertigten Westernsätteln:

  • Unsere Sättel sind verstellbar.

Typischerweise haben Westernsättel kein Kopfeisen – unsere schon. Durch Austausch oder Nachstellen des Kopfeisens können wir Weite und Winkelung des Sattelbaums im Schulterbereich auch nachträglich in einem weiten Bereich verändern. Darüber hinaus sind auch die meisten anderen Passformaspekte unserer Sättel – Schwung, Winkelung und Twist der Auflagepaneele längs des Sattels – nachstellbar. Das heißt: Ein JvG passt nicht nur für den Augenblick perfekt. Sondern ein ganzes Pferdeleben lang!

  • Unsere Westernsättel haben einen etwas schmaler taillierten Sitz: So sitzen Sie weniger breitbeinig und etwas mehr wie in einem Dressursattel.

Im übrigen gestalten wir auch Sitztiefe und Sitzposition unserer Sättel weitgehend nach Ihren Wünschen – damit Sie sich gleich von Anfang an im Sattel wohl fühlen.

Interessiert an einem JvG Westernsattel für Ihr Fell-Pony?

Hier können Sie sich Informationen zu unseren Sattelmodellen sowie unsere Preisliste herunterladen.

Wenn Sie weitere Fragen haben oder einen Satteltermin vereinbaren möchten: Hier ist unser Kontaktformular. Natürlich können Sie uns auch gern unter 09179-963806 anrufen.

Kennenlernen können Sie unsere Sättel bei einem Satteltermin. Wo es entfernungsmäßig machbar ist, kommen wir selbst mit dem Satteltruck zu Ihnen; außerhalb Bayerns übernehmen das unsere qualifizierten Partnersattler. Beim Satteltermin bleiben keine Fragen offen: Sie haben Gelegenheit, verschiedene Modelle genau zu begutachten und probezureiten, wir zeigen Ihnen unseren modular aufgebauten Kunststoffsattelbaum und seine Anpassungsmöglichkeiten, Sie können sich über verschiedene Gestaltungsoptionen unserer Sättel informieren, und wir beraten Sie ganz individuell, auf Wunsch auch im Rahmen einer Reiter-Pferd-Analyse.

Der Satteltermin ist selbstverständlich unverbindlich – aber wenn Sie sich für einen JvG entschieden haben, haben wir auch alles dabei, um Ihr Pferd zu vermessen. Nachdem wir Ihre Wünsche für die Gestaltung des Sattels aufgenommen haben (unsere vier Grundmodelle ermöglichen ein breites Spektrum von optischen und funktionalen Gestaltungsmöglichkeiten – was Sie bekommen, ist also nicht „der Westernsattel auf dem Bild da“, sondern Ihr ganz individueller JvG), machen wir uns an die Arbeit: Ihr Sattel wird nun in unseren Werkstätten für Sie gefertigt. Das ist ein anspruchsvolles Stück Arbeit und kann schon einmal ein paar Wochen in Anspruch nehmen – bitte haben Sie ein wenig Geduld...

Bei der Anlieferung überzeugen wir uns unmittelbar, dass der Westernsattel Ihrem Fell-Pony auch wirklich so passt wie geplant. Und wenn es später um Sattelchecks, Neuanpassungen und andere Fragen rund um den Sattel geht, bleiben wir immer Ihre Ansprechpartner!

Wir freuen uns auf Sie und Ihr Fell-Pony!

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