Der passende Westernsattel für Appaloosas

Wildwest-Gefühle in Deutschland – Hauptsache, der Sattel sitzt

Im US-amerikanschen Westernsport gehören Appaloosas mit zu den populärsten Rassen. Dagegen ist das agile Pferd mit der markanten Fellzeichnung im deutschsprachigen Raum eher ein Exot. Die Rasse – seit 1994 repräsentiert durch einen eigenen deutschen Zuchtverband – hat aber auch hierzulande treue Fans.

Kein Wunder. Ob Reining, Pleasure, Trail oder Wanderreiten: Die Tüpfelpferde mit den Menschenaugen sind ziemliche Naturtalente in allen Westerndisziplinen und fantastische Begleiter im westernnahen Freizeitbereich. (In der Dressur übrigens auch – aber hier geht es ja um Westernsättel.)

Wanderreiten Appaloosa

Variabilität im Körperbau erschwert beim Appaloosa die Sattelsuche

Bei der Suche nach einem passenden Westernsattel sehen sich Appaloosa-Besitzer vor einer besonderen Herausforderung: In der Zucht spielt die Fellzeichnung mit Abstand die Hauptrolle; für den Körperbau machen die Rassestandards dagegen wenig Vorgaben.

Entsprechend findet sich beim Appaloosa eine bunte Vielfalt von Proportionen: Quadrat-, aber auch Rechteckpferde mit einem Stockmaß irgendwo zwischen 142 und 165 Zentimeter dürfen sich Appaloosa nennen, solange sie, salopp gesagt, nur die richtigen Tüpfel haben (natürlich ist alles in Wahrheit viel komplizierter – die Beschreibung der erlaubten Fellzeichnungen und Farben beim Appaloosa ist lang...). Allgemeine Ratschläge zum „besten Westernsattel für Appaloosas“ oder dergleichen verbieten sich damit von selbst. Aber eigentlich ist es ganz einfach: Der beste Westernsattel für Ihr Appaloosa ist einer, der passt.

Recht ähnliche Erfahrungen machen übrigens Traber-Besitzer: Beim Traber sind Ausdauer und Leistungsfähigkeit viel mehr gefragt als ein standardisierter Körperbau, entsprechend vielfältig sind die Typen, und entsprechend kompliziert die Suche nach einem passenden Westernsattel (ja, auch Traber bzw. Ex-Traber werden western geritten!).

Wie war das gleich mit der Gullet-Weite? Semi Quarter, Full Quarter und so weiter – hilft Ihnen das weiter?

Leider nicht wirklich. Die Gullet-Weite, auch Concha-Abstand genannt, hat sich als eine Art „Konfektionsgröße“ für Westernsättel von der Stange durchgesetzt, in etwa vergleichbar mit der Kammerweite bei englischen Sätteln. So wie die Bundweite bei einer Jeans steht die Gullet-Weite stellvertretend für eine Reihe von Sattelbaum-Maßen (Winkelung, Rock, Twist, Wirbelkanalbreite), die von den Herstellern auf zum Concha-Abstand passende Erfahrungswerte festgelegt werden. (Pate steht hierbei meist das Quarter Horse.)

Nun wird eine in der Taille passende Jeans in den seltensten Fällen auch in der Hüfte, an den Oberschenkeln und in der Länge wie angegossen sitzen. Ebenso wenig muss Ihrem Pferd ein Sattel mit der richtigen Gullet-Weite auch im Bereich von Widerrist, Wirbelsäule, Rippenbogen und Lenden passen – erst recht, wenn es sich um ein Appaloosa handelt.

Am besten: Sattel individuell anpassen lassen

Während Sie bei der Jeans-Anprobe aber am eigenen Leibe genau fühlen, ob und wo es zwickt oder schlabbert, kann sich Ihr Pferd bei der Sattelanprobe kaum deutlich verständlich machen – und viele Passformmängel sind gerade beim Westernsattel dort lokalisiert, wo weder Ihr Blick noch Ihre tastende Hand hinreichen – verborgen unter dem Sattel mit seinen ausladenden Skirts. Wenn ein Westernsattel nicht offensichtlich kippelt, heißt das lange nicht, dass alles im grünen Bereich wäre. Selbst ein Sattelprofi kann zum Beispiel von außen in keiner Weise erkennen, ob der Sattel in der gesamten Sattellage gut aufliegt, oder ob er eine Brücke bildet und/oder sich in den Rückenmuskel keilt – ein Rezept für Druckstellen am Pferderücken, aus denen leicht Schlimmeres werden kann.

Weil ein Westernsattel keine Sattelkissen hat, mit denen sich Passformmängel noch zu einem gewissen Grade ausgleichen lassen, ist eine gute Anpassung des Sattelbaums im Westernsport sogar noch wichtiger als beim englischen Sattel. Veterinärmediziner und Pferdephysiotherapeuten sehen in Passformmängeln gerade bei den grundsätzlich eigentlich rückenfreundlichen Westernsätteln ein großes Gefahrenpotential. Der beste Rat, den wir Ihnen in Sachen Westernsattel für Appaloosa geben können, ist daher dieser: Lassen Sie den Sattel individuell anpassen.

JvG fertigt Westernsättel nach Maß – natürlich auch für Appaloosas

Die handgefertigten Westernsattelmodelle von JvG vermitteln Westernspirit pur – vom hochwertigen Leder im traditionellen Zuschnitt bis zu den aufwändigen Punzierungen und zünftigen Conchas. Ihr Innenleben aber haben wir von Grund auf modernisiert: Unsere Westernbäume bestehen aus einem leichten, thermoelastischen Kunststoff mit integriertem Titanstahlkopfeisen. Und lassen sich in allen wichtigen Passformaspekten an die Maße Ihres Pferdes anpassen.

Bevor wir Ihren individuellen Sattelbaum fertigen, vermessen wir Ihr Appaloosa mit dem EQUISCAN-System, dem modernsten und präzisesten Messwerkzeug, das Sattlern heute zur Verfügung steht; die ermittelten Daten gehen dann in die Fertigung des Baums ein. So sind versteckte Passformmängel des Sattels ausgeschlossen. Auch den Sitz des Sattels können wir nach Ihren Vorgaben gestalten. Hierzulande bevorzugen auch viele Westernreiter (und vor allem -reiterinnen) einen weniger breiten, mehr Dressur-artigen Sitz – J.v.G. kann solche Wünsche exakt umsetzen.

Der thermoelastische Kunststoff und das austauschbare Kopfeisen machen zudem etwas möglich, was kein traditionell maßgefertigter Westernsättel mit Holzbaum bietet: Unsere Sattelbäume lassen sich nachträglich neu anpassen. Schwung, Twist, Winkelung und Gullet-Weite können wir in unserer Werkstatt sowohl vergrößern als auch verkleinern, wenn sich Ihr Pferd verändert hat.

So begleitet ein J.v.G. Westernsattel Sie und Ihr Appaloosa ein ganzes Pferdeleben lang – und lässt sich sogar für ein anderes Pferd mit vergleichbaren Proportionen passend machen.

Der Satteltermin

Der Satteltermin ist unverzichtbarer Bestandteil des Sattelkaufs bei J.v.G. Zum vereinbarten Termin kommen wir mit unserem Satteltruck zu Ihnen. Wir beantworten alle Ihre Fragen, und Sie haben Gelegenheit, unsere Sattelmodelle zu begutachten und probezureiten. Wenn Sie sich sicher sind, dass Sie einen J.v.G. Sattel möchten, vermessen wir Ihr Pferd und erfragen Ihre weiteren Wünsche hinsichtlich Optik und Gestaltung von Fendern, Skirts etc. Im Anschluss fertigen wir nach Ihren Vorgaben Ihren persönlichen Sattel an.

Wäre das etwas für Sie?

Hier können Sie sich unsere Preisliste und weitere Informationen über unsere Sättel herunterladen. Wenn Sie sich für J.v.G. entschieden haben, können Sie telefonisch oder über das Kontaktformular einen Satteltermin vereinbaren. Wir freuen uns auf Sie!

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