Reining

Reining Horse
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Reining (engl. Zügel) 

ist eine spezielle Westerndressur, die nur im Galopp geritten wird. Einige Elemente dieser Prüfung, wie der Sliding Stop oder der Spin sind absolut spektakulär anzusehen und ziehen auch nicht westernkundige in ihren Bann. 

Die Reining ist seit 2000 FEI-Disziplin und wird heute auf internationalem Niveau ausgetragen. Sie ist Bestandteil der Weltreiterspiele. 

Die Aufgabe (Pattern) ist stets vorgeschrieben und beeinhaltet u.a. fliegende Galoppwechsel, Spins (das Pferd dreht sich dabei möglichst schnell auf dem inneren Hinterbein im Kreis), Rollbacks (das Pferd wendet um 180 Grad aus dem Galopp in den Galopp), und sogenannte Backs (rückwärtsrichten in schneller Geschwindigkeit).

Der Sliding Stop

Beim Sliding Stop reitet der Teilnehmer auf der Mittelinie im gestreckten Galopp herunter, je schneller, desto mehr Punkte. Auf eine winzige Hilfe des Reiters hin, stopt das Pferd und gleitet dabei mit den Hinterbeinen über den Sand, die Vorderbeine sollen dabei weiterlaufen, bis das Pferd zum Stillstand gekommen ist. An diese Übung schließt sich oftmals das Rückwärtsrichten oder der Roll Back an. Es ist wohl die spektakulärste Lektion der Reining. 

Zwischendurch werden große und kleine Zirkel im Galopp geritten, wobei die zu reitende Geschwindigkeit sich oft ändert. Ziel ist es zu zeigen, dass man in JEDER Situation die volle Kontrolle (speed control) über sein Pferd hat. Je höher die gezeigte Geschwindigkeit dabei ist, desto mehr Punkte werden gegeben. Allerdings darf man niemals die Kontrolle verlieren und grob einwirken. 

Für die Reining tragen die Pferde spezielle Hufeisen, die ein kontolliertes Rutschen (sliden) beim Sliding Stop ermöglichen. Gut vorbereitete Pferde sliden dann manchmal 10-20 m mit tief gesenktem Kopf und tiefer Hinterhand durch die Bahn. Der Zügel wird dabei kaum merklich angenommen. Keinesfalls darf das Pferd auch vorne rutschen, sondern mit den Vorderbeinen soll es weiterlaufen und hinten rutschen.


Agentur Pferde.BIZ @ 2018